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ZEITUNGSARTIKEL DES TEAM SKATING MYSTERY



DARBIETUNGEN DER CHEMNITZERINNEN FINDEN VIEL ANKLANG


Eiskunstlauf: Synchronteam Skating Mystery gewinnt bei den deutschen Meisterschaften erneut Bronzemedaille - Nachwuchs lässt für die Zukunft hoffen

Oberstdorf. Das Chemnitzer Synchronteam Skating Mystery konnte bei den deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Oberstdorf seine Erfolgsserie fortsetzen. Mit Bronze wurde seit 2002 das fünfte Edelmetall in Folge gewonnen. Beide Programme der Sachsen fanden dabei sehr viel Anklang vor allem in der Darstellungsart. Hingegen lagen die Unterschiede zu den überragenden Berlinern, die bereits zum 12. Mal gewannen, und den Stuttgartern in den Schwierigkeiten. "Nach der kurzen Zeit der Vorbereitung war das ein optimales Ergebnis für uns. Mit der Medaille sind unsere Wünsche in Erfüllung gegangen", wertete Susan Böhm als Trainerin und Läuferin gleichermaßen.

Nach Besetzungsproblemen konnte die Truppe gerade mal zwei Monate in der jetzigen Formation intensiv trainieren. Sechs der insgesamt 16 jungen Damen meisterten zudem bravourös Doppelbelastungen. Sie starteten sowohl im Juniorenteam, das gleichfalls Bronze holte, als auch bei den "Großen". "Klar, das ist schon ziemlich belastend und nervenaufreibend", meinte Inka Lange, die zudem noch mit einem zusätzlichen Handicap zu kämpfen hatte. Denn sie stürzte im Training und wurde erst einmal mit Verdacht auf einen Armbruch ins Krankenhaus gebracht. Zum Glück wurde nur eine starke Prellung diagnostiziert. So biss sie die Zähne zusammen und lief alle vier Programme durch. Verständlicherweise strahlte die 17-Jährige nach den zwei Medaillengewinnen besonders. "In der Formation zu laufen, macht viel Spaß. Man ist nicht alleine auf dem Eis und das Gefühl der Gemeinschaft finde ich toll. Wir sind zudem eine super Truppe, verstehen uns gut", schwärmte die Schülerin, die sich seit drei Jahren dieser Disziplin verschrieben hat.

Das Team wird nun Ende des Monats noch einen internationalen Wettkampf in Prag bestreiten. Danach besteht die große Hoffnung, dass mit dieser Besetzung viel langfristiger die neue Saison vorbereitet werden kann. Auch Susan Böhm, die gleichzeitig den Eistanz-Nachwuchs beim Chemnitzer EC betreut, würde sich gern ausschließlich auf die Arbeit als Trainerin konzentrieren. Davon verspricht sie sich weitere Qualitätssprünge. In dieser Saison war sie ebenso wie Co-Trainerin Mandy Kästner kurzfristig auch als Aktive nochmals eingesprungen. "Es ist schon schwer, beides unter einen Hut zu bringen", meinte die 24-Jährige, die weiterhin viele Reserven im vergleichsweise sehr jungen Team sieht. Bisher gab es die meisten Veränderungen, wenn die Läuferinnen mit beruflichen Ausbildungen oder dem Studium begannen.

Da inzwischen bis hinein in den Nachwuchs vier Teams in Sachsen existieren und die Vereine wieder stärker zusammenarbeiten, sollten die Besetzungprobleme bald nicht mehr so gravierend sein. Vielleicht gelingt sogar wieder einmal die Nominierung für eine WM, bei der Skating Mystery schon zweimal (2003; 2004) dabei war.

Freie Presse, 11.01.2007